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Mobiles Klimagerät kaufen: PortaSplit, Monoblock oder Split-Anlage?

Du willst dein Zuhause kühlen, bist dir aber unsicher, welches Klimagerät passt? Wir vergleichen die drei gängigen Typen – mobiles Split wie die Midea PortaSplit, klassische Monoblock-Geräte und fest installierte Split-Anlagen – damit du das richtige für deine Wohnung findest.

Aktualisiert am 5 Min. LesezeitRedaktion woklima.de

Die drei Typen im Vergleich

Mobiles Split (z. B. Midea PortaSplit): rund 3,5 kW Kühlleistung, Inneneinheit im Silent-Modus etwa 39 dB, keine Montage, mobil, Energieklasse A++/A+, für Mieter geeignet, Richtpreis im hohen dreistelligen Bereich.

Monoblock: 2,6–3,5 kW, etwa 55–65 dB, keine Montage, mobil, Energieklasse A/A+, für Mieter geeignet, Richtpreis im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich.

Fest installierte Split-Anlage: 2,5–7 kW, innen 20–40 dB, Montage durch Fachbetrieb, nicht mobil, Energieklasse A++/A+++, für Mieter in der Regel nur mit Zustimmung des Vermieters, vierstelliger Preis zuzüglich Montage.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Die Kühlleistung muss zur Raumgröße passen: grob 60–100 W pro m² – 12.000 BTU (3,5 kW) reichen für etwa 35–45 m². Beim mobilen Split sitzt der Kompressor in der Inneneinheit und kann brummen; draußen steht nur die heiße Kondensator-Einheit. Meist ist das trotzdem leiser als ein Monoblock, der die ganze Abwärme im Raum hat.

  • Effizienz (SEER/Energieklasse): eine höhere Klasse spart über den Sommer spürbar Stromkosten
  • Abluft und Aufbau: Monoblock braucht einen Schlauch ins Fenster, mobiles Split eine kleine Außeneinheit
  • Mieter: mobile Geräte brauchen keinen baulichen Eingriff – ideal ohne Vermieter-Zustimmung
  • Kältemittel: neue Geräte setzen zunehmend auf R290 (Propan) – klimafreundlich und zukunftssicher

Mobile Split-Geräte im Katalog

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Wenn die PortaSplit ausverkauft ist

Die Midea PortaSplit ist beliebt und in Hitzewellen oft vergriffen. Auf der Startseite siehst du den Live-Status der Baumarkt-Ketten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den Filialbestand auf der Karte. Geprüfte Alternativen sind die Remko RKL 495 DC (mobiles Split mit mehr Leistung) oder Monoblock-Geräte von Comfee und De'Longhi.

Monoblock-Alternativen

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Raumgröße und Kühlleistung richtig bestimmen

Die Faustregel von 60–100 W pro Quadratmeter ist ein Startpunkt, kein Gesetz. Rechne mit dem oberen Wert, wenn der Raum unter dem Dach liegt, große Fenster nach Süden oder Westen hat, viele Geräte oder Personen beherbergt oder eine Deckenhöhe über 2,60 m aufweist. Der untere Wert reicht in gut gedämmten Neubauten mit Außenjalousien. Ein 20-m²-Schlafzimmer im Erdgeschoss braucht also etwa 1,5 kW (5.000 BTU), ein 35-m²-Wohnzimmer unter dem Dach eher 3,5 kW (12.000 BTU).

Zu wenig Leistung ist der teuerste Fehler: Das Gerät läuft dauerhaft auf Volllast, wird laut, verbraucht viel und erreicht die Zieltemperatur an heißen Tagen nie. Etwas zu viel Leistung schadet dagegen kaum – moderne Geräte takten oder regeln herunter. Im Zweifel also eine Klasse größer.

Lautstärke: was die Zahlen bedeuten

Hersteller geben meist den Schallleistungspegel nach EU-Verordnung an – das ist die abgestrahlte Gesamtenergie, nicht das, was du in zwei Metern Abstand hörst. Der Schalldruckpegel am Ohr liegt typisch 8–10 dB darunter. Vergleichbar sind die Angaben nur innerhalb derselben Messmethode; achte deshalb auf das Kleingedruckte. Als Orientierung: 40 dB entspricht einer ruhigen Bibliothek, 50 dB einem leisen Gespräch, 60 dB einem laufenden Gespräch in Zimmerlautstärke.

Für Schlafzimmer zählt der Wert im Nachtmodus, nicht der Bestwert im Datenblatt. Monoblocks liegen dort meist bei 48–55 dB, die PortaSplit im Silent-Modus bei etwa 39 dB. Wer sehr geräuschempfindlich ist, kühlt vor dem Schlafen und schaltet dann ab – oder setzt auf ein Gerät mit Inverter, das leise weiterläuft statt hörbar an- und abzuschalten.

Kältemittel, Energielabel und Zukunftssicherheit

Das Energielabel für mobile Klimageräte reicht von A+++ bis D; entscheidend ist der EER (Energy Efficiency Ratio): Kühlleistung geteilt durch Leistungsaufnahme. Ein EER von 2,6 entspricht Klasse A, ab etwa 3,1 gibt es A+. Mobile Splits erreichen A++ und besser, weil die Abwärme draußen bleibt. Über einen Sommer macht ein besserer EER schnell 20–30 % Stromkosten aus.

Beim Kältemittel hat sich R290 (Propan) durchgesetzt: klimafreundlich, effizient und bei Monoblocks seit 2025 faktisch Pflicht. Ältere Geräte mit R410A oder R32 sind nicht verboten, aber bei Defekt schwerer zu reparieren, weil Kältetechniker die alten Mittel zunehmend meiden. Wer neu kauft, nimmt R290 – oder wartet bei der PortaSplit auf die 2027er Generation, die ebenfalls auf Propan umstellt.

Aufstellung und Fenster

Ein Monoblock steht am besten direkt am Fenster mit kurzem, geradem Schlauch; jeder Meter Schlauch und jede Biegung kostet Leistung, weil der heiße Schlauch Wärme in den Raum zurückgibt. Eine Fensterabdichtung aus Stoff (Kippfenster) oder eine Abdichtplatte (Schiebe- und Drehfenster) verhindert, dass warme Luft nachströmt – ohne Abdichtung verpufft ein Drittel der Kühlleistung. Beim mobilen Split hängt die Außeneinheit am Fensterbrett oder steht auf dem Balkon; sie braucht Schatten und freie Luftzirkulation, die flache Leitung passt durch den gekippten Flügel.

  • Kippfenster: Stoffabdichtung mit Reißverschluss, per Klettband befestigt
  • Schiebefenster/Balkontür: Abdichtplatte aus Kunststoff oder Alu, in der Breite verstellbar
  • Dachfenster: spezielle Dachfenster-Kits, sonst Abdichtung mit Schaumstoffkeilen
  • Kondensat: Ablauf beim mobilen Split nach außen führen, Tank beim Monoblock im Blick behalten

Unsere Empfehlung nach Situation

Drei Fragen entscheiden: Wie viele Tage im Jahr kühlst du wirklich? Soll das Gerät nachts im Schlafzimmer laufen? Wohnst du in zwei Jahren noch in dieser Wohnung? Wer ehrlich antwortet, landet fast immer bei einem klaren Gerätetyp – und spart sich den Fehlkauf, der im Keller endet:

  • Ein Raum, wenige Hitzetage im Jahr, kleines Budget: Monoblock mit 9.000–12.000 BTU und Nachtmodus
  • Regelmäßige Nutzung, Schlafzimmer oder Homeoffice, Mietwohnung: mobiles Split (Midea PortaSplit)
  • Große Räume ab 45 m² ohne Montage: Remko RKL 495 DC oder zwei Geräte
  • Eigentum, mehrere Räume, dauerhaft: fest installierte Split- oder Multisplit-Anlage vom Fachbetrieb
  • Übergangszeit mitheizen: Modell mit Wärmepumpenfunktion (4-in-1), am besten als mobiles Split

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Monoblock und mobilem Split?

Ein Monoblock steht komplett im Raum und führt warme Luft per Schlauch nach draußen. Ein mobiles Split hat eine kleine Außeneinheit – dadurch leiser und effizienter, aber etwas teurer.

Wie viele BTU brauche ich?

Für 35–45 m² sind 12.000 BTU (3,5 kW) üblich. Kleinere Räume kommen mit 9.000 BTU aus, sehr große oder sonnige Räume brauchen mehr.

Darf ich als Mieter ein Klimagerät nutzen?

Mobile Geräte (Monoblock oder mobiles Split) brauchen keinen baulichen Eingriff und sind ohne Zustimmung des Vermieters nutzbar. Fest installierte Split-Anlagen in der Regel nicht.

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